Wolfgang Saus
Meine Begeisterung und Faszination für den Obertongesang begann 1983, als ich bei der Promotion-Tour von Joachim Ernst Berendts Buch Nada Brahma mitwirkten und Roberto Laneri kennen lernen durfte. Meine Forschungsleitertätigkeit als Diplomchemiker gab ich 1994 auf, um meine Lebenszeit mehr dem Klang und der Stimme zu widmen. Meine Musikwelt waren damals Avantgarde und Experiment. Bereits wärend meiner Chemikerzeit arbeitete ich mit u. a. mit Musikern wie Gidon Kremer, Georges Prêtre und Helmut Rilling und sang zeitgenössische Oper im Theater. Von Beginn an faszinierte mich diese wundersame Klangwelt zutiefst, ich machte sie mir vertraut, erforschte sie und entwicklte sie systematisch weiter.
Mich interessiert die wissenschaftliche Untersuchung des Phänomens und ich lasse mir schonmal die eine oder andere Kamera in den Hals schieben. Seit 1994 habe ich mit Hilfe meiner Studien des Stimmapparates und der Akustik des Obertongesangs eine sehr effiziente Unterrichtsmethodik entwickelt. Meine Workshops führen schon in wenigen Stunden zu deutlichen Erfolgen. Da ist keine “gute Stimme” erforderlich, Obertöne bringt jeder hervor, der sprechen kann. Doch auch Profisänger sind immer wieder beeindruckt, was sie in ihrer Stimme alles vorfinden und nutzen können, wovon sie bisher garnicht wußten.
Momentan entdecke ich meine Komponistenader - was enorm meine Werschätzung für die Profis auf dem Gebiet hebt. Die überwältigenden Klangwelten, die Obertöne vor allem dem Ensemblegesang erschließen, sind in Klassikreisen noch kaum
bekannt. Ich arbeite daran das zu ändern, indem ich mit Vorträgen und einer Menge in langer Erfahrung entwickelten Unterrichtsmaterials zu Komponisten und an Musikhochschulen ziehe und Aufklärung betreibe. Zur Zeit entsteht ein
Buch, in dem ich mein Wissen zusammentrage. Der Wunsch nach Verbreitung des Wissens um Obertöne ist einer der Existenzgründe für diese Website.
|