Aktualisiert 05.04.2008

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Obertongesang

 

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Was ist Obertongesang?

Kaum zu glauben, was da zu hören ist: Ein Sänger steht allein auf der Bühne und doch hört man zwei Töne. Einer kommt von der normalen Stimme und einer zweite scheint kristallklar und kaum ortbar im Raum zu schweben. Der Klang erinnert entfernt an eine Glasharfe, er klingt exotisch und doch tief vertraut. Auf eigentümliche Weise berührt er die Seele.

mp3 (470k) Saus, Köstler
mp3 (470k) Stimme des Autors, Frank Köstler Rahmentrommel

Definition

Obertongesang ist eine Gesangstechnik, die aus dem Klangspektrum der Stimme einzelne Teiltöne so herausfiltert, dass sie als getrennte Töne wahrgenommen werden und der Höreindruck einer Mehrstimmigkeit entsteht.

Ich verwende “Obertongesang” als übergeordneten Begriff für alle Obertonstile. Es gibt viele Gesangsformen, in denen die Obertöne stark ausgeprägt sind. Obertongesang nenne ich sie dann, wenn den Obertönen eine eigenständige musikalische Funktion zukommt. Da die Wahrnehmung auch von Kultur und Hörtraining abhängt, ist es manchmal eher eine Frage der Absicht des Sängers als eine Frage der musikalischen Einordnung, ob es sich um Obertongesang handelt oder nicht. Man kann daher vielleicht allgemeiner so formulieren:

Hebt ein Sänger bewußt einzelne Obertöne hervor, dann handelt es sich um Obertongesang.

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